Andreas Amstutz

Wenn ich zurück denke an meine Jugend, dann denke ich an meine ersten Skitouren. Ein Freund der Familie hat mich eines Tages mitgenommen. Meine Eltern liessen mich nicht gerne auf die erste Skitour gehen. Trotz meiner Behinderung an beiden Füssen (Klumpfuss), bin ich mit ihm losgezogen. Er nahm mich auf verschiedene Skitouren mit. Heute bin ich immer noch aktiv. Unter vielen anderen Touren, habe ich zwei Viertausender bestiegen, die Dufourspitz im Wallis und das Biancograd im Engadin. Ich habe durch diese Freizeitaktivität viele neue Bekanntschaften gemacht und wunderbare Momente erlebt. Das empfinde ich als grosses Geschenk, deshalb setze ich mich für den Verein FreiRaum ein.

Silvia Wenk

Für mich sind die Musik und das Singen von je her sehr wichtig und ein wesentlicher Bestandteil meiner Freizeit.

Das Singen im Chor, fördert das sich «Aufeinander einlassen» und das Zuhören. Erst dadurch entwickelt sich ein schöner Klang. 

Die Musik, sei es das Spielen eines Instruments oder das Singen, macht mich glücklich und schüttet Glückshormone aus. Mit der Musik können Gefühle zum Ausdruck gebracht werden. Es ist also auch ein Hilfsmittel für viele Kinder und Jugendliche, ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen, wenn die Worte fehlen.

Den Zugang zur Musik oder einer anderen Freizeitaktivität sollte jedem möglich sein, besonders Kindern und Jugendlichen mit einer geistigen Behinderung, die bereits in ihren Möglichkeiten eingeschränkt sind. Deshalb setze ich mich für den Verein FreiRaum ein.

Im Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, gab es eine Dorffreibad ohne Aufsicht. Die Einwohnerinnen und Einwohner hatten einen Schlüssel zur Badi und somit auch freien Zutritt. Als ich 7 Jahre alt war, hielt ich mich in meiner Freizeit im Sommer viel dort auf. Da ich nicht schwimmen konnte, durfte ich mich nur im Nichtschwimmerbereich aufhalten. Eine Nachbarin, welche oft am Schwimmen war, fragte mich an einem Nachmittag, warum ich nicht ins tiefe Wasser komme. Als ich ihr mitteilte, dass ich nicht schwimmen kann, lehrte sie mich das Schwimmen. Dieses Erlebnis habe ich in guter Erinnerung. Darum und weil ich Freizeitaktivitäten wie meine Nachbarin unterstützen möchte, setze ich mich für den Verein FreiRaum ein. 

Seit meiner Kindheit verbringe ich meine Freizeit im Blauring. Früher als Teilnehmerin und heute als Leiterin. Freizeit ist für mich vielmehr als nur Spass. 

Es ist für mich die Magie, wie aus einem gewöhnlichen Mittwochnachmittag wunderbare und kreative Stunden im Wald entstehen können. Oder, wie der Schlamm nach einem Wolkenbruch für die Kinder im Ferienlager zum Spiel wird.  

Freizeit zu haben, bereitet mir viel Freude, dehalb setzte ich mich für den Verein FreiRaum ein.